“Traumquartal” in der Krise: Autobauer fahren Rekordgewinne ein

„Traumquartier“ in der Krise
Autohersteller machen Rekordgewinne

Die Weltwirtschaft leidet unter Versorgungsengpässen, Energiekrise und hoher Inflation. Davon sind die großen Autokonzerne bisher nicht betroffen. Vor allem die Giganten der deutschen Industrie verdienen mehr denn je.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY erwirtschaften die größten Autohersteller der Welt weiterhin Rekordgewinne. „Unterm Strich war das dritte Quartal trotz rückläufiger Konjunktur und einer sehr schwierigen geopolitischen Lage ein Traumquartal für die Automobilindustrie“, sagte Constantin Gall, Leiter der Mobility Division von EY Western Europe. Das Angebot an Halbleitern verbessert sich langsam und die Nachfrage insbesondere nach Premiumfahrzeugen bleibt hoch.

Laut EY-Branchenberater Peter Fuss könnte künftig vor allem der Markt für Volumenhersteller unter Druck geraten. „Wir erleben derzeit, dass große Teile der Bevölkerung in wichtigen Absatzmärkten deutliche Kaufkrafteinbußen hinnehmen müssen. Das bedeutet, dass sich immer weniger Menschen einen Neuwagen leisten können oder wollen.“

Topverdiener Mercedes-Benz

Hersteller hochpreisiger Autos werden Rabattschlachten hingegen eher meiden. Laut EY lagen zwischen Januar und September sowohl der Gesamtgewinn aus dem laufenden Geschäft als auch der Gesamtumsatz der 16 analysierten Unternehmen auf dem höchsten jemals im dritten Quartal verzeichneten Niveau.

Beim Operativen Ergebnis war Mercedes-Benz Weltmarktführer und lag mit rund 5,2 Milliarden Euro deutlich vor Volkswagen, das mit 4,7 Milliarden Euro den zweiten Platz belegte. BMW lag mit 3,7 Milliarden Euro auf dem fünften Platz. Auf der anderen Seite ist der weltgrößte Autobauer Toyota eingebrochen und musste 25 Prozent Gewinnkürzungen hinnehmen.

Auch im zuletzt eingeschränkten chinesischen Markt geht es für die Autobauer wieder aufwärts. Beim Umsatz legten die deutschen Hersteller im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 Prozent zu, nachdem die Zahlen zuletzt eher rückläufig waren. Am stärksten wuchs Mercedes-Benz mit einem Plus von 67 Prozent. Allerdings mussten die Stuttgarter zuletzt bei einigen Modellen in China die Preise senken. „In China wachsen keine Bäume mehr in den Himmel, der Markt ist sehr umkämpft und anspruchsvoll“, sagte Fuß.

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