Sven Rodewald aus Fellbach: Meister der Modellpiloten – Lokal-Sport

Sven Rodewald mit seinem allradgetriebenen Geländewagen, mit dem er den deutschen Titel gewann Foto: Eva Herschmann


Sven Rodewald aus Fellbach ist deutscher Titelträger bei den Allrad-Geländewagen im Maßstab 1:6. Für den 22-Jährigen unter den Besten des Landes ist es der fünfte Erfolg in Folge.

Der Flitzer ist knallbunt und hat auch etwas Gewicht. Rund 14 Kilogramm wiegt der All-Terrain-Racerunner RR V5 von MCD Racing. Mit dem schrillbunten Rennwagen in Miniaturform wurde Sven Rodewald aus Fellbach Deutscher Meister im geländegängigen Allradmodell im Maßstab 1:6 im bayerischen Großheubach. Zum fünften Mal seit 2017.

Mit elf Jahren hielt Sven Rodewald erstmals das Steuergerät eines Flitzermodells in der Hand. „Eigentlich müsste man schon viel früher anfangen, aber zum Glück bin ich ein Naturtalent“, sagte er mit einem Lächeln und stellte sein Können in Großheubach eindrucksvoll unter Beweis.

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Sieger mit fast einer Runde Vorsprung

Der Titelverteidiger, der Anfang des Jahres vom MCC Leinfelden-Echterdingen zum RCO Wattenscheid wechselte, gewann alle drei Finals bei den offenen Deutschen Meisterschaften des Deutschen Minicar Clubs, dem Dachverband für funkgesteuerten Modellauto-Rennsport. Die Kunstrasenstrecke in Großheubach mit engen Kurven, Bodenwellen und Kurven vorn und hinten sowie einem Mix aus kleinen und großen Sprüngen machte es nicht einfach, die Autos gut abzustimmen. Doch Sven Rodewald gewann das Finale knapp eine Runde vor Leon Grosch vom ausrichtenden Verein.

Der Vater ist Mechaniker

Mathias’ Vater ist immer an der Seite des 22-Jährigen. „Er ist mein Mechaniker“, sagte Sven Rodewald. In der Saison zwischen März und Oktober finden fast jedes Wochenende die Nachwuchsrennen statt. Sehr erfolgreich. 2016 wurde Sven Rodewald Europameister in der offenen Klasse bei den Titelkämpfen im französischen Neuville-de-Poituou. In diesem Jahr belegte er Ende Juli im österreichischen Sehring in der Steiermark den dritten Platz in der Klasse der geländegängigen Allradfahrzeuge. „Und nach jedem Rennen zerlegt mein Vater das Auto komplett, inspiziert den Motor und alle Teile und baut es wieder zusammen. ”

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Es gibt noch keine Weltmeisterschaft

Ohne die Unterstützung seiner Eltern könne er den Sport nicht machen, sagt Sven Rodewald. Sie fuhren ihn fast täglich zum MCC Leinfelden-Echterdingen. Und seine Eltern helfen ihm seit Jahren finanziell. „Das ist ein sehr teures Hobby“, sagt Sven Rodewald. Dank der bereits gefeierten Erfolge erhält er die Rennmaschine, die bis zu 80 Kilometer weit fahren kann und rund 6.000 Euro kostet, vom Hersteller. Die Reisen in Deutschland und Europa, die er nur teilweise bezahlt bekommt, kosten Geld. Doch für seine Leidenschaft ist ihm nichts zu teuer und kein Weg zu weit. Deshalb findet es Sven Rodewald schade, dass in dieser Modellklasse, die seit 2009 im Rennsport unterwegs ist, keine Weltmeisterschaften ausgetragen werden gibt es zum Beispiel für Straßenfahrzeuge.“

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So laut wie ein Presslufthammer

Die Saison ist dieses Jahr vorbei. „Wahrscheinlich werde ich im Dezember noch ein Rennen in Holland bestreiten“, sagte Sven Rodewald. Denn die geländegängigen Modellfahrzeuge dürfen im Nachbarland Indoor Rennen fahren. Reithallen seien meist Kulisse gewesen, sagt der 22-Jährige. In Deutschland dürfen die von Benzinmotoren angetriebenen und sehr lauten Autos nur im Freien Rennen fahren. „Sie erreichen 82 Dezibel, was dem Geräusch eines Presslufthammers entspricht“, sagt Sven Rodewald.

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