Selenskyj meldet Erfolge beim Zurückdrängen russischer Truppen in besetzten Gebieten

Aktualisiert am 11.08.2022 06:16

  • Die jüngsten russischen Angriffe haben einen Großteil der ukrainischen Energieinfrastruktur zerstört.
  • Trotzdem glaubt Kiew nicht, dass Moskau mit dieser Methode Erfolg haben wird – im Gegenteil.
  • Unterdessen meldet Präsident Wolodymyr Selenskyj Erfolge beim Zurückdrängen russischer Truppen in den besetzten Gebieten – über Nacht im Handumdrehen.

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Angesichts der harten russischen Angriffe auf sein Land ist der Ukrainer Präsident Wolodymyr Selenskyj internationale Hilfsbereitschaft zugesagt. „Die aktuelle Eskalation des russischen Raketen- und Drohnenterrorismus hat die Welt (…) nur dazu veranlasst, mit neuer Hilfe für die Ukraine zu reagieren“, sagte Selenskyj am Dienstagabend in seiner Videoansprache.

Selenskyj berichtete auch von Erfolgen beim Zurückdrängen russischer Truppen aus den besetzten Gebieten in der Süd- und Ostukraine. Ihm zufolge sterben jeden Tag Hunderte von Russen, besonders in der Region Donezk. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestreitet jedoch einen so großen Verlust in den eigenen Reihen. Die Angaben beider Parteien lassen sich kaum unabhängig überprüfen.

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Die Ukraine wird weitere westliche Luftverteidigungssysteme erhalten

Kurz zuvor hatte Verteidigungsminister Oleksiy Resnikov angekündigt, die Ukraine habe mehr Luftabwehrsysteme aus dem Westen erhalten, um sie besser vor russischen Raketen und Drohnen zu schützen. “Schaut mal, wer da ist!”, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter neben Fotos, die bodengestützte Luftverteidigungssysteme wie Nasam und Aspide aus den USA und Italien zeigen sollten. “Wir werden es weiterhin benutzen, um feindliche Ziele abzuschießen, die uns angreifen”, versprach Reznikov. Der Minister dankte Norwegen, Spanien und den Vereinigten Staaten für die Lieferung.

Zuletzt hatten russische Raketen- und Drohnenangriffe einen erheblichen Teil der ukrainischen Strom- und Wasserinfrastruktur zerstört. Seitdem haben mehrere Millionen Ukrainer nur wenige Stunden am Tag Strom. Vor diesem Hintergrund hat Deutschland bereits im Oktober das Luftverteidigungssystem Iris-T ausgeliefert.

Der ukrainische Staat übernimmt fünf große Kriegsunternehmen

Um den Krieg gegen die russischen Invasoren weiter zu unterstützen, hat die Ukraine außerdem fünf wichtige Großkonzerne unter die direkte Kontrolle des Verteidigungsministeriums gestellt. Betroffen sind unter anderem der ehemals teilstaatliche Ölproduzent Ukrnafta und die Ölraffinerie Ukrtatnafta, wie Ministerpräsident Denys Schmyhal erklärte.

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Auch der Transformatorenhersteller ZTR, der Lkw-Hersteller Kraz und der Flugzeugmotorenhersteller Motor Sich werden enteignet. Künftig sollen die Unternehmen nun rund um die Uhr für den Verteidigungsbedarf des Staates arbeiten.

Baerbock: Muss in deutsch-französisches Vertrauen investieren

Außenminister der Union Annalena Bärböck betonte die Bedeutung einer engen deutsch-französischen Zusammenarbeit für Europa – sowohl bei der Unterstützung der Ukraine gegen Russland als auch im Kampf gegen den Klimawandel. „Wir haben gezeigt, dass wir gemeinsam stärker sind als dieser schreckliche Krieg“, sagte der Grünen-Politiker im deutsch-französischen Bundestag in Berlin mit Blick auf die EU. „Ohne ein starkes deutsch-französisches Bündnis hätten wir das nicht geschafft.

Nordkorea hat unterdessen Berichte der US-Regierung dementiert, dass das weitgehend isolierte Land der Welt Russland heimlich mit Munition versorgt. Das Verteidigungsministerium von Pjöngjang warf den Vereinigten Staaten „feindliche Versuche“ vor, Nordkoreas Ruf zu schädigen. „Wir machen noch einmal deutlich, dass wir nie einen ‚Waffenhandel‘ mit Russland hatten“, wurde der stellvertretende Außenminister des Ministeriums am Dienstag in staatlichen Medien zitiert. Auch für die Zukunft ist dies nicht geplant.

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Was am Dienstag wichtig sein wird

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson trifft am Dienstag in Ankara im Streit um die Nato-Erweiterung im Norden des Landes mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammen. Die Türkei hat sich bisher geweigert, Schweden und Finnland den Weg in die NATO zu ebnen, indem sie die sogenannten Beitrittsprotokolle ratifiziert.

Das Land begründet dies mit der angeblichen Unterstützung der Schweden und Finnen der syrischen Kurdenmiliz YPK. Von den 30 Nato-Mitgliedstaaten haben bereits 28 die Beitrittsanträge Schwedens und Finnlands ratifiziert, nur die Türkei und Ungarn fehlen noch. (pack/dpa)


Die Vereinigten Staaten haben der ukrainischen Regierung geraten, die Verhandlungen mit Russland wieder aufzunehmen. Sie warnten davor, dass die westlichen Länder “der Ukraine überdrüssig” seien. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nur bereit, Gespräche mit Russland zu führen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

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