Gegen Fifa-Verbot: Beim Mannschaftsfoto hält sich das DFB-Team demonstrativ den Mund zu

Sport WM-Spiel gegen Japan

Beim Mannschaftsfoto wird die deutsche Nationalmannschaft den Mund sichtbar bedecken

DFB-Auswahl mit Zeichen gegen FIFA

Deutschlands Nationalspieler hielten sich für das Mannschaftsfoto kurz vor Beginn des WM-Spiels gegen Japan die Hände vor den Mund. Die Auswahl des DFB war ein Signal an den Weltfußballverband Fifa.

Kurz vor dem WM-Spiel gegen Japan setzte die deutsche Mannschaft ein Zeichen gegen die Fifa. Nachdem Kapitän Manuel Neuer das Tragen des “One Love”-Bandes verboten wurde, hielten sich die Spieler für das Mannschaftsfoto den Mund zu.

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vVor ihrem ersten WM-Gruppenspiel gegen Japan hat die deutsche Nationalmannschaft im Streit mit dem Weltfußballverband Fifa ein Zeichen gesetzt. Kapitän Manuel Neuer hörte, wie erwähnt, auch nach den Drohungen der Fifa nicht auf, das „One Love“-Band zu tragen. Stattdessen würde er am Mittwoch im Khalifa International Stadium in Al-Rajjan die von der Fifa angeordnete „No Discrimination“-Armbinde tragen, die sich gegen Diskriminierung jeglicher Art stellen soll Dennoch nutzte das Team die Zeit zwischen dem Abspielen der Nationalhymne und dem Start für eine klare Symbolik.

Nachdem die Spieler zum Mannschaftsfoto hochgegangen waren, bedeckten sie ihren Mund mit der rechten Hand. Protestieren Sie gegen das Vorgehen der Weltgesellschaft und indirekt auch gegen die von Katar ausgerichtete Weltmeisterschaft. Fifa-Präsident Gianni Infantino war Zeuge des deutschen Protests. Der Schweizer war einer der Ehrengäste im Stadion – zwei Tage, nachdem seine Gruppe den Streit um die “One Love”-Armbinde des Kapitäns aufgeworfen hatte.

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Die Band gilt als Symbol für Freiheit, Toleranz und Gleichberechtigung und wurde am Montag von der Fifa kurzzeitig verboten. Anders als Engländer, Dänen und Niederländer, die auf besagtes Bekenntnis und andere Symbole verzichtet hatten, gab das DFB-Team zumindest ein öffentliches Statement ab. Das Band wurde auf der Tribüne getragen – von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

Band am Arm: Ministerin Nancy Faeser im Gespräch mit Fifa-Präsident Gianni Infantino

Band am Arm: Ministerin Nancy Faeser im Gespräch mit Fifa-Präsident Gianni Infantino

Quelle: REUTERS

Bierhoff will Verständnis

“Die FIFA arbeitet mit Angst und Druck, das muss man erstmal sagen”, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in der ARD. “Ich stehe zu allem, was ich zu den Menschenrechten gesagt habe. Wir sind vor der Fifa, es ist sehr wichtig, dass das so ist.” hier deutlich gemacht. Wir müssen uns überlegen, welche Schlüsse wir daraus ziehen können.“

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In der Diskussion wenige Stunden vor Beginn der WM in Deutschland hatte DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff aus der Heimat um mehr Verständnis für die Spieler gebeten. „Schließlich werden Spieler immer wieder kritisiert. Das tut natürlich irgendwo weh, weil man denkt: Wann reicht es und wann kann ich mich auf die WM konzentrieren“, sagte Bierhoff am Mittwoch in der „ARD“.

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Die vielen eindringlichen Kommentare aus Deutschland würden die Spieler sehr beschäftigen, sagte der 54-Jährige. Immerhin sei das Thema “schon vor einem Jahr sehr ernst genommen worden”, betonte Bierhoff. Vor der WM in Katar habe es Gespräche mit Menschenrechtsgruppen gegeben und diese gewonnen, auch eine Konferenz abgehalten und eine Million Euro gekostet gespendet, um Nepal zu helfen. Es sei ein “schwerer Schlag”, dass die Fifa die Aktion aus gutem Grund ausgesetzt habe.



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