FC Bayern erhält wohl 90 Millionen aus TV-Vermarktung für Saison 2022/23

Bericht von Derryman

Bericht von MSWerder

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Aussage von Dear

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Ist halt die Grundsatzfrage:
Möchte man ein System, das bestehende Kräfteverhältnisse zementiert oder ein System, das sportlich ausgeglichen Wettbewerb fördert.

Für beides gibt es Gründe:
Zementieren, weil:
– Leistung und Erfolg sollen belohnt werden
– dadurch wird eine erhöhte internationale Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt

Zementieren NEIN, weil:
– vergangener Erfolg wird belohnt und verfestigt den Status Quo.
– sportlicher Aufstieg ist damit ungleich schwerer als die Position zu halten.
– der sportliche Erfolg beruht im wesentlichen auf den höheren finanziellen Erträgen
– auch die höhere nationale und internationale Vermarktungsfähigkeit beruht im wesentlichen auf den höheren finanziellen Mitteln (..ein Teufelskreis)
– die erhöhte internationale Wettbewerbsfähigkeit einiger weniger Clubs geht zu Lasten der übrigen Clubs
– sportlicher Erfolg schlägt sich auch in anderen Einnahmen nieder (Sponsoren, Zuschauer, Preisgeldern) das muss nicht über TV Erlöse passieren
– Kaderkosten Bayern im Vergleich zu Bochum/Werder/Schalke/Mainz… das ist kein fairer sportlicher Wettbewerb da liegt der Faktor 20 dazwischen

Es gibt auch gute Argumente für andere Verteilungssysteme:
– nach TV Zuschauern
– nach Mitgliedern
– nach irgendwelchen anderen Kriterien (Meisterschaften, Jugendarbeit, FairPlay, Nachhaltigkeit, durchschnittlicher Schniedellänge…)
– verschieden gewichtete Kombinationen

Eine nahezu gleich Verteilung wäre eigentlich für die TopClubs kein Problem und für die kleinen Clubs ein riesen Gewinn.

Bayern bekommt jetzt knapp über 90 Mio. auf der anderen Seite steht Bochum mit knapp über 30 Mio. EUR.
Bei gleichverteilung bekämen alle rund 60 Mio (1,1 Mrd. / 18 Vereine). Das wäre für Bayern kein größeres Problem und Bochum könnte sich einen fast doppelt so teuren Kader wie jetzt leisten. Man könnte es ja auch noch etwas nach Erfolg Gewichten, z.B. pro Platz 1 Mio.
Dann bekommen die Bayern 68,5 Mio und der Tabellenletzte immer noch 51,5 Mio.

Also, deine Milchmaedchenrechnung ist hier ja an Dreistigkeit nicht zu uebertreffen. Ich habe das mal anhand der genannten 1,05 Mrd kurz durchgerechnet.

Gehen wir also von einem Sockelbetrag aus den jeder verein ungeachtet der eingenen Position erhaelt, das “bedingungslose Grundeinkommen” +1 Mio fuer jeden Tabellenplatz, dann muessen wir erst einmal diese Praemien vom Gesamtpott abziehen 1.05 Mrd – 153 Mio Positionspraemie ist 897 Mio pott %18 ist 49.3 Mio per Verein Grundpraemie und ein Maximum von 66,3 Mio fuer den Ersten

Da verliert jetzt dann aber nicht nur Bayern als Erster satte 23,7 mio, auch die 2en dritte 4ter und 5ter verlieren ihre 10-20 Mio einnahmen, nur damit ein Paar Kellerkinder max 19,3 Mio mehr zum verbraten haben. Ganz nach dem soziaslistischen Motto “Keinem wird es besser, aber vielen wird es schlechter gehen”

Dazu kommt noch, dass der nationale Markt ausgereizt ist, mehr als die 1 Mrd ist nicht drin, keiner wird mehr fuer ein Sky, DAZN etc Abo zahlen, eher werden bei einer weiteren Preissteigerung die Zahlen ruecklaeufig, wir sind in einer Rezession und so ein Abo ist ein streichbares Luxusgut.

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Daher bleibt nur eine Steigerung der Auslandsvermarktung, wo Deutschland allein der Sprache wegen einen Standortnachteil hat, spricht halt keiner Deutsch aber jede menge Spanisch, Englisch oder Franzoesisch, extra Kommentatoren kosten, und wenn die internationalen Zugpferde durch fehlende Einnahmen international weniger praesent werden, geht das interesse noch weiter zurueck… wobei die Bundesliga noch ganz gut dasteht, die konnte ich mir auf 5live noch Sonntags um Mitternacht ansehen, waehrend LaLiga League1 oder Serie A kaum bis garnicht oder nur on demand im Anglo-Irischen Raum vertreten sind, also zumindest hier noch weniger Vermarktungspotential haben

Was hat Dreist damit zu tun? Und was ist an meiner Rechnung falsch?
Ist halt ein anderes Modell. Bei dem in Summe natürlich das Gleiche verteilt wird und bei dem, in Relation zum eigenen Budget größere Vereine unterproportional verlieren und kleinere Vereine überproportional profitieren würden.

Hier wird häufig so getan als wäre es Naturgesetz, dass die kapitalistischen Regeln im Vereinsfußball gelten müssen (immer alles auf den dicksten Haufen). Oder das Vereine ein Recht auf Selbstvermarktung der LigaSpiele hätten und Bayern aus Barmherzig verzichtet.
Das ist aber nicht so, das hat sich nur so entwickelt. Wenn man am Reißbrett ein spannendes Sportsystem mit Ligen entwickelt kommt doch niemand auf die Idee: „Wir machen ein System bei dem die Großen immer größer und die Kleinen im Verhältnis immer kleiner werden! Wenn alles normal läuft schaffen wir es dann vielleicht sogar, das 100x in Folge der Dickste Fisch Meister wird!“

Im Gegenteil würde man versuchen einen dauerhaft sportlich fairen und spannenden Wettbewerb zu entwickeln.

Dein Vorredner ist einer von denen, die einfach sauer sind, wenn jemand nicht deren Standardmeinung vertritt. Kann man nicht ernst nehmen.

Ich find den Gedanken interessant, für Bayern hieße -20 Mio einen Bankspieler einzusparen (bei ca. 45 % Gehaltsniveau ist das bei den Bayern nämlich Gehaltsklasse Ersatzbank. Für Bochum wäre es die Welt. Natürlich schreibt da dein Vorredner dann “verpulvern”.

Trotzdem sehe ich damit einige Probleme. Zum Beispiel wird Platz 8 so bezahlt wie Platz 16. Die letzten paar Saisonspiele hast du dann einige Teams, die rein gar nichts mehr antreibt. Und das verzerrt dann wieder den Wettbewerb für deren Gegner.

Was fuer ein Stuss, wenn jemnd nicht dine Meinung vertritt, kann man ihn also nicht Ernst nehmen, Bremen war doch einmal ein dicker Fisch, sie haben ihr Geld verpulvert bis sie vom Mittelmass in die Zweitklassigkeit abgerutscht sind, 2004 waren sie noch Deutscher Meister, niemand hat sie gezwungen Fehleinkaeufe yu taetigen umaus der Gelddruckmaschine herauszufallen…

Aber ja, der scheinbar unterpriviligierte schielt immer neidisch zur Spitze und will mehr aus dem sozialen Topf, umsomehr, wenn er selbst laenger oben stand und durch eigenes Unvermoegen die Position nicht halten konnte

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Es geht um Sport und nicht um ein Wirtschaftssystem. Du überträgst nur Deine Wirtschaftssystemwünsche auf ein Sportsystem.
Und warum der 18 1/18 bekommen sollte ist genauso schlüssig, wie das er 1/37,5 bei Vollmond oder 1/6 bei Halbmond bekommt. Es ist nur ein weiteres Modell.

Bremen ist völlig zurecht nicht mehr da wo sie mal waren. Aber schon damals waren sie finanziell hinter den Bayern und konnten sich nicht so viele Fehler erlauben.

Meine Rechnung ist nicht falsch. Ich habe, wie auch explizit geschrieben, 1,1 Mrd. durch / 18 gerechnet. Da kommen dann für jeden Verein rund 60 Mio.€ raus. Das war ein gerundeter Wert, da es nur um das Prinzip ging.

Wenn es Dir um genaue Zahlen geht sind „Deine“ 1,05 genauso verkehrt. Wenn ich den Angaben bei Spielergehälter glauben darf sind es 1,067Mrd.€. Aber das ist für die grundsätzliche Diskussion völlig egal.

Ich habe mich asuf die Zahlen aus dem Artikel bezogen und amit meine Kalkulation gemacht. Wenn man zuschaegt und aufrundet, kommen halt groessere Subsummierungsfehler dabei heraus…

Bremen war von Mitte der 80ger bis Mitte der 2000er auf Augenhoehe mit der Spitze, dass sind 20 Jahre, in welchen man sich dieselben finanziellen Mittel haette aufbauen koennenwie der FC Bayern, insbesondere der Tatsache, dass der FC Bayern anfang der 80ger ueberschuldet war und nur durch den Verkauf von Rummennigge wirtschaftsfaehig war, Aber schon damals hat Lembke lieber lamentiert als gehandelt, das zu dem…

Und ja, meine Meinung ist, dass Leistung belohnt werden muss, Vereine wie Freiburg werden bestraft, damit andere Vereine belohnt werden… ich habe einmal (mit meinen 1,05 Mrd) durchkalkuliert wie es leistungsbedingt nach Tabellenstand “gerecht” verteilt waere

Der Letzte bekommt ganze 6,4 Mio, 1/18 des ersten welchem 110,5 Mio zustehen wuerden… wo es sich aber richtig lohnt sind die Plaetze 2-7 die fuer ihre gute Arbeit belohnt werden ueberleg einmal, Freiburg bekommt fuer eine gute Saison 80 Mio und das ohne grosses invest, nur durch gute Arbeit und guess what, der Kampf um die Plaetze 9-13 wird interessant, da jeder fightet da jeder Punkt knapp 6,5 Mio mehr fuer den Verein bringen koennte…

In der Spitze haetten die Vereine 20-30 Mio mehr um europaeisch zu bestehen

Abgeschmiert haetten lediglich die Vereine 14-18 aber auch die haben es selbst in der Hand…

Und eine Liga, in der jeder Verein bis zum Ende kaempft, da es wirklich um zaehlbares geht wenn man im grauen Mittelfeld, ist auch dann in der auslaendischen Wahrnehmung interessanter zu sehen, als wenn man weiss, man ist 8-14 und hat nichts zu gewinnen oder zu verlieren…

Aber wenn man die Gelder so lange von oben nach unten verteilt, bis keiner mehr etwas hat, erzeugt das weder Aufmerksamkeit noch Spannung

Guck mal, jetzt kommen wir in eine Diskussion. Du hast ein Modell vorgeschlagen und hast Argumente dafür genannt.
Einzelnen davon kann ich Folgen (der Ansporn noch einen Tabellenplatz höher zu kommen ist sehr groß und das kann zu größerer Spannung bis zum letzten Spieltag führen).
Und da sehe ich ebenfalls ein Problem im Ansatz nahezu gleichverteilung. Zum Ende einer Saison gibt es für einige Teams (wo es nicht mehr um Meisterschaft, International oder Abstieg geht) keine monetären Gründe alles zu geben.

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Andere Einschätzungen teile ich überhaupt nicht, dass es „gerecht“ wäre z.B. Weil es das nicht gibt. Es gibt da kein Richtig oder Falsch, es sind nur verschiedene Ansätze.

Es gibt das schöne Bild von den drei Kisten von Angus Maguire bezüglich Equality und Equity. Gerecht kann man unterschiedlich definieren und sollte es auch tun und gerade im Bezug auf den jeweiligen Kontext.

Tabellenplatzierung klingt nach sportlich begründet. Aber wären da nicht Punkte oder Tore das bessere Kriterium? Könnte man alles diskutieren.

In dem von Dir vorgeschlagenen System wird der kurzfristige sportliche Erfolg sehr hoch bewertet. Das führt, in der Theorie dazu, das ein höherer Ansporn da ist auch am letzten Spieltag noch einen Platz nach oben zu klettern. Aber erstens zeigt die Erfahrung, dass jetzt schon kein Spieler einen Meter weiter rennt um seinen Verein noch einen Platz nach oben zu bringen, auch wenn es jetzt schon Millionen ausmachen kann.
Und zweitens und das finde ich wichtiger, es gilt wieder das Prinzip das der Teufel auf den dicksten Haufen macht. Der Verein der schon am reichsten ist, hat die besten Spieler, wird im Durchschnitt eine höhere Tabellenplatzierung erhalten, wird also noch reicher, der Abstand zum Rest wird noch größer und so weiter.

Bezüglich Bremen und Bayern 80er bis 2000er Jahre. Im Prinzip richtig, aber die gewaltige finanzielle Schere gab es damals noch nicht. Die ist erst in den letzten 10-15 Jahren gekommen.
Die TV Einnahmen (der ganzen Liga) lagen Ende der 80er bei knapp 20 Mio.€ und Ende der 90er bei rund 160 Mio.€.

Es gab mal eine Studie aus den frühen 2000ern da wurde gezeigt wie die Transferstrategien sein müssen um das angestrebte Erfolgsniveau zu erreichen:
Bayern musste ein „geringes“ markbasiertes Transferrisiko eingehen. Das heißt bedingt durch das sehr hohe verfügbare Budget können Spieler verpflichtet werden, bei denen das Risiko gering ist, dass diese für den angestrebten Erfolg nicht ausreichen.

Bremen hingegen musste ein „hohes“ markbasiertes Transferrisiko eingehen. Das heißt bedingt durch das niedrige verfügbare Budget können nur Spieler verpflichtet werden, bei denen das Risiko hoch ist, dass diese für den angestrebten Erfolg nicht ausreichen.

Das ist das, was ich meinte mit. Wenn man mit soweitem Abstand ganz oben ist, ist es leicht da zu bleiben. Alle anderen müssen über sehr lange Zeiträume alles richtig machen und noch sehr viel Glück haben um überhaupt mehrjährig in Schlagdistanz zu kommen.

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