EU will Sanktionen gegen russische Armee und drei weitere Banken verhängen

Aktualisiert am 07.12.2022 um 19:26

  • Die Europäische Kommission will mit weiteren Sanktionen mehr Druck auf Russland ausüben.
  • Für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist dies ein klares Bekenntnis zur Ukraine.
  • Das neunte Paket zielt darauf ab, fast 200 Personen und Organisationen auf die Sanktionsliste zu setzen.

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Die Europäische Kommission will mit dem neunten Sanktionspaket weiteren Druck auf Russland ausüben. „Russland bringt weiterhin Tod und Zerstörung über die Ukraine“, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch auf Twitter. “Wir stehen zur Ukraine und lassen Russland für seine Gräueltaten bezahlen.” Die von der EU eingeführten acht Sanktionen haben laut von der Leyen bereits erhebliche Wirkung gezeigt.

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Angehörige des russischen Militärs, der Rüstungsindustrie und der Regierung sollen sanktioniert werden

Das neunte Paket zielt darauf ab, fast 200 Personen und Organisationen auf die Sanktionsliste zu setzen. Laut EU-Außenbeauftragtem Josep Borrell geht es um Angehörige des russischen Militärs, der Rüstungsindustrie und der Regierung. Unter anderem sollen die Verantwortlichen für die Raketenangriffe auf die Ukraine und den Diebstahl ukrainischen Getreides getroffen werden.

Drei weitere Banken stehen ebenfalls auf der Sanktionsliste

Darüber hinaus sind drei weitere russische Banken mit Sanktionen belegt, wie von der Leyen mitteilte. Die Sanktionen sollen auch den russischen Zugang zu Drohnen einschränken, insbesondere durch Drittstaaten wie den Iran. Von der Leyen erwähnte auch neue Exportbeschränkungen für Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Vier Nachrichtenorganisationen, die Propaganda verbreiten, sollen nach Angaben des Ausschussvorsitzenden vom Netz genommen werden. Abschließend erwähnte sie wirtschaftliche Maßnahmen gegen den russischen Energie- und Bergbausektor.

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Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen werden derzeit von den EU-Mitgliedstaaten diskutiert. Idealerweise sollen sie nächste Woche beschlossen und in Kraft treten. (dpa/jst)


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In der EU und insbesondere in Deutschland wurden in den letzten Monaten deutlich mehr Vermögenswerte russischer Oligarchen beschlagnahmt, als Folge von Sanktionen infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Wert der eingefrorenen Vermögenswerte habe sich „von 6,7 Milliarden Euro im April auf jetzt knapp über 12,5 Milliarden Euro fast verdoppelt“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission der Zeitung „Welt“. (Bildnachweis: imago/Peter Seyfferth)

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