Die schwierige Katar-WM für ARD, ZDF und Telekom – Sport

– Die wichtigsten Spiele der WM in Katar werden in ARD und ZDF gezeigt. Gleichzeitig überträgt die Telekom jedes Spiel – und will dafür Geld. Auch inhaltlich ist der Wettbewerb anspruchsvoll.

Auch für ARD, ZDF und Telekom ist die WM in Katar etwas ganz Besonderes. Nicht nur wegen der ungewöhnlichen Zeit im Herbst, sondern vor allem wegen der schwierigen und umstrittenen Gastfreundschaft.

Neben dem Sport widmen sich die Sender bei dem Turnier vom 20. November bis 18. Dezember auch Themen wie Menschenrechte und Nachhaltigkeit.

Wer zeigt was?

Die erste und zweite übertragen 48 Spiele. Die Telekom tut es ihm gleich, darf aber 16 weitere Spiele exklusiv in ihrem MagentaTV-Angebot zeigen. Dazu gehören auch die Spiele im Achtelfinale und im Halbfinale sowie das Spiel um Platz drei, wobei die deutsche Mannschaft nicht beteiligt ist.

Warum darf die Telekom senden?

Die Vernunft ist eine komplexe Angelegenheit. Im Oktober 2019 sicherte sich das Bonner Unternehmen überraschend die vollen Medienrechte für die Europameisterschaft 2024 in Deutschland von der UEFA – und schloss anschließend einen weiteren Deal mit ARD und ZDF ab. Die Telekom hat sich in einem umfangreichen Vertrag die EM-Rechte mit ARD/ZDF geteilt und im Ergebnis Übertragungslizenzen für alle Spiele der EM im vergangenen Jahr und alle Spiele der WM in diesem Jahr erhalten.

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Was kostet das den Fan?

Wenn Sie nicht bereits zu den vier Millionen Kunden von MagentaTV gehören, müssen Sie zahlen. Das Angebot lässt sich im Internet vereinbaren, das laut Telekom in der günstigsten Variante 10 Euro pro Monat kostet.

Wie sind ARD, ZDF und Telekom aufgestellt?

Wie zuletzt bei der paneuropäischen Fußballmeisterschaft ist auch bei dieser WM die Position der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland. Sie teilen sich ein Studio am ZDF-Standort in Mainz. Hier sitzen die meisten WM-Berichterstattungen von ARD und ZDF. Die Telekom wird mit ihrem MagentaTV-Team aus Ismaning berichten und das Studio ist vor Ort.

Wer kommentiert?

Christina Graf ist die erste Frau, die die WM-Spiele für die ARD-Männer kommentiert. Zur ersten Mannschaft gehören außerdem Florian Nass, Gerd Gottlob und Tom Bartels, die im Finale am Mikrofon stehen werden. Oliver Schmidt, Martin Schneider, Claudia Neumann und Béla Réthy arbeiten als Live-Reporter beim ZDF. Réthy verabschiedet sich von Katar und zieht sich dann zurück.

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Die meisten Spiele und Kommentatoren hat die Telekom: Wolff Fuss, Marco Hagemann, Jan Platte, Jonas Friedrich, Markus Höhner, Christina Rann, Christian Straßburger, Benni Zander und Alexander Klich.

Wer moderiert?

Alexander Bommes ist Moderator für ARD-Sendungen und -Berichte aus Mainz. Julia Scharf modelliert die frühen Spiele an den ersten vier Tagen der ARD-Ausstrahlung. Jessy Wellmer leitet die Sendung „Sportschau Thema“, die während der WM viermal ausgestrahlt wird. Anders als bei der EM wird Esther Sedlazcek mit Bastian Schweinsteiger anstelle von Wellmer das Zentrum des Stadions bilden. Beim ZDF teilen sich Jochen Breyer und Katrin Müller-Hohenstein in Mainz die Einschätzung. Sven Voss modelt aus dem Viertel der deutschen Nationalmannschaft für das ZDF, Lea Wagner für die ARD.

Die Telekom kaufte erneut Johannes B. Kerner, der sonst für das ZDF arbeitet, für die Moderation ein und arbeitet mit Michael Ballack als Experte zusammen. Zum Gutachterteam gehören außerdem Anett Sattler, Sascha Bandermann und Anna Kraft. Anna Sara Lange ist Feldreporterin, Thomas Wagner ist mit dem DFB-Team im Lager.

Welche Experten sind im Einsatz?

Neben Weltmeister Schweinsteiger werden Olympiasiegerin Almuth Schult, Thomas Hitzlsperger und der Kollege von Weltmeister Schweinsteiger Sami Khedira für die ARD aus Mainz die Spiele analysieren. Ex-Profi Thomas Broich kümmert sich um die frühen Spiele. Auch das ZDF setzt in Mainz auf Weltklasse-Expertise und wird erneut von Christoph Kramer und Per Mertesacker unterstützt. Mit dabei ist auch Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Als Co-Berichterstatter wurde der ehemalige Nationalspieler Sandro Wagner ernannt. Der frühere FIFA-Schiedsrichter Manuel Graefe wirft einen Blick auf umstrittene Entscheidungen.

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Neben Ballack bietet die Telekom Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme, Hertha BSC-Sportdirektor Fredi Bobic, Ex-Bayern-Star Javier Martinez, Gladbachs Lars Stindl, Ex-Bayern-Spieler Martin Demichelis und Rio-Weltmeister Toni Kroos. Für Recht und Ordnung auf dem Platz ist DFB-Schiedsrichter Patrick Ittrich zuständig.

Wie gehen die Sender mit Themen außerhalb des Sports um?

Dass Katar kein regulärer WM-Gastgeber ist und der Weltfußballverband FIFA eine umstrittene Rolle spielt, ist in den Sendungen von ARD und ZDF zu sehen. Die beiden Sender sind während der WM durch mehrere ortskundige Korrespondenten im Emirat vertreten. Auch im Programm und in den Mediatheken gibt es mehrere Sendungen, die sich intensiv mit Katar und der FIFA auseinandersetzen.

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