Die Änderungen 2023 – was Sie dazu wissen müssen

  1. Startseite
  2. Verbraucher

Erstellt von:

zu: Maximilian Kettenbach

Einteilung

Geldwechsel 2023
2023 gibt es einige wirtschaftliche Veränderungen. Es ist geplant, Privathaushalte zu entlasten. © ChromOrange/Imago; Fotoautomat / Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Was wird teurer, was billiger und was ändert sich komplett? In ihrem ersten Jahr hat die Ampelkoalition mehrere Reformen auf den Weg gebracht, die 2023 in Kraft treten.

BERLIN – Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiekrise – 2022 ist zwar das „Jahr nach Corona“, hat aber auch Politiker und Bevölkerung gefordert wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu der immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich und der Klimakrise kamen nun viele zusätzliche Belastungen hinzu. Die Ampelregierung um Bundeskanzler Olaf Scholz versuchte in ihrem ersten Jahr, den steigenden Energiepreisen mit einem 200-Milliarden-Abwehrschild entgegenzuwirken. „Double Boom“ wurde zum Scholz-Versprechensprogramm. Dafür werden Rentner, Familien, Handwerksbetriebe und die Industrie laut Bundeskanzlerin den Preis zahlen können.

Und zum zweiten Ampeljahr regt sich etwas in Deutschland. Im Jahr 2022/2023 gibt es viele große und kleine Veränderungen. Hartz IV hat Zivileinkommen, Rentenerhöhungen und beliebte Ticketrückgabe (teurer). Manches wird aber auch teuer. Hier finden Sie einen Überblick über die 23 wichtigsten Punkte:

Diese Strom- und Gaspreissenkungen kommen 2023

Viele Gas- und Stromkunden können ab März mit Entlastung rechnen, wenn die geplanten Preispausen beginnen sollen. Gasverbrauchern wird für 80 Prozent ihres Stromverbrauchs ein Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert. Ebenso sind 40 Cent pro Kilowatt Strom geplant. Leistungen sollten auch rückwirkend für Januar und Februar nach Beginn beantragt werden.

Hartz IV ist ein Zivileinkommen

Das Bürgereinkommen löst im Januar das Hartz-IV-System ab. In der Grundsicherung übersteigt die Zahlung 50 Euro, ein Alleinstehender erhält künftig 502 Euro. Wesentliche Teile der Reform treten erst zum 1. Juli in Kraft. Jobcenter sollen sich besser um Arbeitslose kümmern können. Die Vermittlung in Festanstellungen statt in einfache Hilfsjobs soll besser sein als bisher.

Auch Lesen :  A7-Sperrung bei Göttingen: Reinigung dauert die ganze Nacht | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen

Ein weiteres Sonderticket für Busse und Bahnen steht in den Startlöchern

Im neuen Jahr sollen Sie den öffentlichen Nahverkehr bundesweit für 49 Euro im Monat nutzen können. Wann der Nachfolger der 9-Euro-Marke auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte es Anfang 2023 beginnen. Nun ist der 1. April im Gespräch.

Das Kindergeld wird 2023 erhöht

Zum 1. Januar erhöht sich das Kindergeld auf 250 Euro monatlich und die Kinderpauschale. Das bedeutet ein Plus von 31 Euro für das erste und zweite Kind und 25 Euro monatlich für das dritte Kind.

Rentner bekommen mehr Geld

Rentner können im kommenden Jahr mit mehr Geld rechnen. In Westdeutschland sollen die Renten im Juli um rund 3,5 Prozent steigen, in Ostdeutschland um gut 4,2 Prozent. Die Termine sind vorläufig und werden im Frühjahr bestätigt.

Die Krankenkassenprämien sind gestiegen

Für die Versicherten werden die Krankenkassenbeiträge von derzeit durchschnittlich 15,9 Prozent voraussichtlich um 0,3 Punkte auf durchschnittlich 16,2 Prozent steigen.

Zusätzliches Wohngeld vom Staat

Ab Januar erhalten weitere Haushalte die staatliche Mietzuschussentlastung: Zu den bisher 600.000 Wohngeldhaushalten kommen 1,4 Millionen weitere Haushalte hinzu. Auch das Wohngeld wird um durchschnittlich 190 Euro pro Monat erhöht. Damit erhalten anspruchsberechtigte Familien rund 370 Euro monatlich. Familien, die keine Sozialhilfe beziehen, aber trotzdem wenig Geld haben, können Wohngeld beantragen.

Änderungen in der Einkommensteuer

Der Grundfreibetrag – also steuerfreie Einkünfte – steigt um 561 Euro auf 10.908 Euro. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der derzeit ab einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro gilt, gilt im kommenden Jahr ab 62.810 Euro.

Energie-Flatrate für Studenten

Studenten und Fachschüler sollen pauschal 200 Euro erhalten, um die Mehrkosten zu reduzieren. Antragsberechtigt sind rund 2,95 Millionen Studierende, die zum 1. Dezember an Hochschulen in Deutschland eingeschrieben sind. Bund und Länder arbeiten noch an einer zentralen Antragsplattform, das Geld soll Anfang des Jahres ausgezahlt werden.

Auch Lesen :  To-Do-Liste Hochzeit: Schritt für Schritt zur Traumhochzeit

Seit 2023 gibt es keine Impfpflicht für Pflegekräfte mehr

Die im März in Kraft getretene Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal wird voraussichtlich nicht zum 1. Januar in Kraft treten. Diese Information wurde von Ministry Circle gegeben. Denn aktuelle dominante Corona-Varianten entgehen der Immunantwort geimpfter oder geheilter Personen besser als bisherige. Immer mehr Experten, darunter Top-Virologe Christian Drosten, sehen die Corona-Epidemie als beendet an.

Förderung der E-Auto- und Lkw-Maut

Käufer von Plug-in-Hybridfahrzeugen erhalten ab 2023 keine Bundesförderung mehr. Auch die Prämien für reine Elektrofahrzeuge sinken. Die Förderung ist bis zum 1. September auf Privatpersonen beschränkt. Wir bleiben auf der Straße: 2023 wird die Lkw-Maut auf Deutschlands Fernstraßen erhöht. Lärm- und Luftverschmutzungskosten werden bei der Berechnung der Tarife stärker berücksichtigt.

Klimaanlage Gebühr für Heizung

Ab Januar müssen sich Vermieter in vielen Fällen an der Wettersteuer ihrer Mieter für die Heizung beteiligen. Der sogenannte CO2-Preis wird nach einem Stufenmodell zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt. Je weniger klimafreundlich ein Haus ist, desto mehr muss der Hausbesitzer zahlen. Bisher müssen Mieter eine Umlage zahlen, die dazu beitragen soll, den klimaschädlichen Kohlendioxidausstoß zu reduzieren.

Achtung, neue Frist für die Grundsteuererklärung

Haus- und Wohnungseigentümer müssen bis Ende Januar ihre Grundsteuererklärung abgeben. Ursprünglicher Termin war Ende Oktober. Es war lang wegen des langsamen Eintritts.

Hohe Homeoffice-Flatrates

Statt 600 können künftig 1000 Euro bei der Homeoffice-Pauschale geltend gemacht werden. Die Pauschale gehört zu den Werbungskosten, für die ohnehin allen Steuerpflichtigen 1200 Euro in Rechnung gestellt werden. Nur wer diesen Betrag erhält, profitiert von der Homeoffice- und sonstigen Spesenpauschale.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ab 2023 sind Arbeitgeber verpflichtet, am Anzeigeverfahren für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) teilzunehmen. Gesetzlich versicherte kranke Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr in Papierform vorlegen, erhalten aber in der Praxis einen Ausdruck für ihre Akte.

Auch Lesen :  IESF World Esports Championship 2022 2022: CS:GO-Match-Bericht und Ergebnisse für TEAM IESF vs. GERMANY

Änderungen an MIDI-Funktionen

Bei sogenannter Midi-Beschäftigung erhöht sich die Einkommensgrenze. Beschäftigte dieser Gruppe können künftig 2.000 Euro statt 1.600 Euro verdienen. Bis zu dieser Grenze müssen Arbeitnehmer weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Neues Atomausstiegsdatum

Mitte April gehen die letzten deutschen Kernreaktoren vom Netz. Die Kraftwerke Isar 2, Neckarwestim 2 und Amsland sollten im Zuge des Atomausstiegs Ende des Jahres abgeschaltet werden, doch die Frist wurde wegen der Energiekrise verlängert.

Die Besteuerung von Tabakerzeugnissen wurde drastisch erhöht

Die Steuern auf Zigaretten, Zigarren und Tabak steigen. Eine Packung mit 20 Zigaretten kostet künftig durchschnittlich 18 Cent mehr.

Steuerbefreiung für Flüssiggas

Wer sein Fahrzeug mit Autogas, im Volksmund LPG genannt, betankt, muss ab 2023 tiefer in die Tasche greifen. Die Steuerbefreiung erlischt und es gilt der Regelsteuersatz von 409 Euro pro Tonne. Allerdings ist die Steuer laut ADAC im Vergleich zu Benzin oder Diesel günstiger.

Photovoltaikanlagen – ganz einfach

Für Solaranlagenbesitzer gibt es im neuen Jahr Erleichterungen. Bei einigen Anlagen besteht keine Pflicht zum Einbau eines speziellen Generatorstromzählers. Einige Bestimmungen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2023 werden umgesetzt.

Wiederverwendbar ab 2023

Auch Restaurants, Bistros und Cafés müssen künftig Getränke und Speisen für unterwegs in Mehrwegbehältern anbieten.

Neues Lieferkettengesetz

Ab 2023 gilt das Lieferkettengesetz für Unternehmen mit mehr als 3000 Beschäftigten. Ziel ist der Schutz der Menschenrechte in der internationalen Lieferkette. Dies zwingt Unternehmen, auf Missbrauch beim Einkauf von Materialien aus Übersee zu reagieren. Hilfsorganisationen und Gewerkschaften erhalten die Möglichkeit, Opfer bei Verstößen vor deutschen Gerichten zu vertreten. (dpa, mke)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button